Bushcraft ? Wo ist der Unterschied zum Survival und Prepping ?

Bushcraft: Draußen in der Natur, Abenteuer in der Natur. Für jeden, der Natur erleben möchte und für jeden, der unter freiem Himmel leben möchte.

Bushcrafter, die regelmäßig im Wald unterwegs sind und sich draußen in der Natur aufhalten, versuchen bei ihren Abenteuern und Ausflügen immer etwas mehr an modernen Ausrüstungsgegenständen wegzulassen, um dem ursprünglichen Leben draußen näher zu kommen. Wir haben eine kleine und übersichtliche Liste zusammengestellt für Euch, unten im Beitrag, die ihr nach belieben abändern könnt, etwas weglassen, Euren Erfahrungen anpassen. Einfach mal ein kleines Risiko bzw. Abenteuer eingehen und trotzdem mit wenig draußen sein und Spaß haben in der Natur. 

Ein Bushcrafter entscheidet sich bewusst für das Erlebnis, einen längeren Auslug und / oder das Abenteuer draußen in der Natur, weil dort ist man weg vom Alltag und auf sich und seine Ausrüstung allein gestellt. Das anstehende und gut vorbereitete kleine oder große Abenteuer kann über mehrere Tage oder Wochen (z.B. ein Urlaub in den Wälder oder im Fjäll in Schweden) stattfinden. Beim Bushcraft oder Bushcraften ( übersetzt : engl. bush – dt. Busch / Natur, engl. craft – Handwerk) steht das Gefühl von Freiheit in und mit der Natur im Vordergrund. Es geht darum, sich im Freien mit seinem Lager oder Schlafstätte möglichst gut einzurichten, draußen auf ursprüngliche Art mit dem Feuer zu kochen und handwerkliche Methoden (beim Feuermachen oder Schnitzen von evtl. einem Pfannenwender oder Trinkgefäß) anzuwenden. Beim Bushcraft wird in der Regel ein fester Lagerplatz gesucht, ausgewählt und dann aufgebaut / eingerichtet. Jeder Bushcrafter hat hier seine Vorlieben oder entwickelt diese mit der Zeit und baut sich dann richtige Unterstände als Holz, Tannenzweigen und vieles, was der Wald bereit hält. Sogar Hütten mit einer umfangreichen Koch- und Feuerstelle können eingerichtet / errichtet werden. Jeder sollte versuchen, nur das wichtigste an Ausrüstung mitzunehmen. Ein gewisser Standard und einige wichtige Hilfsmittel gehören einfach dazu. Überlebenstechniken wie z. B. das Jagen von Tieren oder Wasseraufbereitung, sind nicht zwangsläufig notwendig oder durchführbar in einigen Regionen oder Waldgebieten in Deutschland. Seinen bevorzugten Proviant bringt man daher besser mit. Hier ist entscheidend: die Nähe zur Natur sowie die Rückbesinnung, Suche nach Ruhe, Vertiefung alter handwerklicher Methoden wie Schnitzen, um in der Wildnis zu bestehen.

 

Survival: Sich die Fähigkeiten aneignen, draußen zu überleben.
 
Survival, also das Überleben, kurz erklärt: Hier geht es darum, sich mit möglichst geringem Energieeinsatz in Notsituationen am Leben zu halten. Werkzeuge und Utensilien, die man am Körper mit sich trägt und die daher leicht und transportabel sein sollten, können durch natürliche oder andere Materialien aus der Umgebung genommen und verwendet werden. Die angehenden Survival-Spezialisten trainieren also regelmäßig die erworbenen und ausgebauten Fertigkeiten für Notsituationen: Hierzu zählen folgende Szenarien: Orientierungsverlust in der Wildnis/Wald, Fahrzeugpanne im Nirgendwo (und ohne Handy Empfang), ein Schiffbruch und eine Strandung in unbekanntem Gewässer oder unbekannten Gebieten. In der Regel hat jeder in solch einer Krisensituation kaum bis keine Ausrüstung bei sich. Hierfür müssen dann die Materialien aus der Umgebung genutzt werden (nicht nur, was die Natur hergibt, evtl. auch Hinterlassenschaften von uns Menschen): Die Glasscherbe wird also zum Messer und eine liegen gelassene Konservendose zum Kochtopf. Hier sollte ein Survivalist also in erster Linie auf seine Erfahrungen und ausgearbeiteten Ideen, sein Gespür für erarbeitete Überlebenstechniken und seine im voraus getätigten Übungen verlassen können. Es geht hier nur um das Überleben, bis Hilfe eintrifft oder man selbst einen Weg zurück in die Zivilisation findet.
Die Orientierung in der Umgebung sollte beherrscht werden, die Wassersuche und Nahrungsbeschaffung, das Feuermachen und die Wahl eines geschützten und geeigneten Schlafplatzes zu erkennen und zu erarbeiteten ist hier das Wichtigste. Das Taschenmesser und ein Feuerstarter wie z.B. ein Feuerstein (der evtl. auch im Wald zu finden ist) sind hierbei nützliche Dinge. Mit etwas Übung, sich informieren und Informationen aus Büchern bekommt man somit immer wieder neuen Ideen und Impulse, um Survival betreiben zu können.
 

Prepping: Sich für den Ernstfall vorbereiten und Vorsorge tragen.

Eine organisierte Krisenvorbereitung und Überlebensstrategie nennt man Prepping (engl. to be prepared – dt. vorbereitet sein). Als Prepper bereitet man sich also vor auf: Umweltkatastrophen oder Terroranschlägen, Epidemien, Kriege oder auf den Zusammenbruch wirtschaftlicher und / oder politischer Systeme. Der Ursprung liegt hier in den USA des 19. Jahrhunderts, in der Zeit der damaligen Bürgerkriege. Die dauernd herschende Lebensmittelknappheit veranlasste die Bevölkerung dazu, größere Nahrungsvorräte für Kriegs- und Krisensituationen anzulegen. Während der historischen Börsenkrise 1929, des Zweiten Weltkrieges, dem anschließenden Kalten Krieg und der damit verbundenen Angst um eine atomare Katastrophe, wurde das Prepping in den USA immer populärer und verbreitete sich auch weltweit stärker. Die Motivation ist also vorrangig der Selbstschutz sowie die Sicherung der Familie gegen unvorhersehbare Bedrohungen von außen.

Das Vorgehen beim Prepping enthält viele Elemente von Bushcraft und Survival: Techniken zum Überleben sind in Ausnahmesituationen genauso wichtig wie methodische Kenntnisse und handwerkliche Fertigkeiten, um Unterkünfte und Schutzbauten, Feuerstätten usw. zu errichten. Zusätzlich spielen die Vorratshaltung für den Ernstfall, das bereits fertig gepackte Fluchtgepäck und Fluchtpläne, die passende Schutzkleidung, Wissen sich selbst versorgen zu können sowie der Umgang mit Waffen und Messern eine entscheidende Rolle. Plant man also einen Ausflug in die Prepper-Szene oder ein entsprechendes Abenteuer, so probt man im Endeffekt seinen ausgearbeiteten Nofallplan immer wieder, bis dieser im Schlaf durchgeführt werden kann. Man sollte sich also über mehrere Tage in der Natur einrichten und ein vollwertiges Lager aufbauen können, mitgebrachte Lebensmittel rationieren, Wasser suchen und filtern können und rationieren, nachhaltige Nahrungsquellen auskundschaften und immer wieder die Flucht, den Notfallplan ausarbeiten und vertiefen, um überleben zu können

  

Eine kleine Checkliste, die Ihr beliebig erweitern und verändern könnt (also nur Vorschläge von uns):

Rucksack (Savotta)
Schlafmatte (Savotta)
Axt (Hultafors)
Säge
Messer (Jaktkit, Joker Outdoormesser)
Taschenmesser / Klappmesser mit mehreren Funktionen wie Victorinox
kleiner Spaten oder Klappspaten (Krumholz Spaten)
Auswahl an Kochgeschirr, Edelstahl ist am besten (Topf, Kessel usw.)
Edelstahlgeschirr und Edelstahlbesteck
Proviantpakete
Trinkwasser in Edelstahlflaschen (Mizu, Klean Kanteen)

 


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