Sommer 2019 - Mit dem nordischen Tipi von Tentipi durch Schweden und Lappland

Freitag 19.07.2019, das Auto ist gepackt, am Samstag 20.07.19 legt die Fähre in Kiel ab und bringt uns über Nacht nach Göteborg. Einfach und schnell sind wir nun schon fast in der Mitte von Schweden angelangt und begeben uns auf die E6. 4 Tage fahren mit geplanten Übernachten auf Camping Plätzen (in der Regel suchen wir uns kleine ruhige Plätze aus, da in dieser Gegend in Schweden die einsamen Waldplätze rar geworden sind, nicht mehr befahrbar sind, verschmutzt sind usw.). So haben wir es einfacher mit der Platzsuche und mehr Zeit zum Fahren.

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Immerhin haben wir in Arvidsjaur und Moskosel Termine mit der Firma Tentipi und wollen uns dort treffen. Die Tage sind noch lang, es ist hell, die Sonne scheint, es ist warm und wir können also viel draußen sein. Das Safir 7 b/p von Tentipi kann jeden Abend trocken auf und am Morgen wieder trocken abgebaut werden. Es ist schon fast zu warm. Auch in diesem Jahr machen wir wieder die Erfahrung, dass wir ohne Innenzelt (ohne weiteren Mückenschutz) gut zurecht kommen. Wir reisen mit dem comfort Boden für das Safir und sind zufrieden, auch auf steinigen unebenen Böden hält der Boden alles aus. Die Feldbetten stehen immer gut und wir können keinerlei Beschädigungen am Boden feststelle. Wichtig auch hier: das korrekt einzippen und einknüpfen des Bodens, damit bei Regen nichts ins Tipi läuft. Was uns fehlt ist tatsächlich der Wäschetrockenring in diesem Jahr sind wir nämlich ohne losgezogen. Aber durch die Hitze und Baden in den Seen haben wir ständig nasse Handtücher, die wir gerne aufhängen würden, ohne Wäschetrockenring geht das leider nicht.

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Auch Sturm gerade in Lappland und im Fjäll (Vildmarskvägen) macht dem Tipi nichts aus, die unteren Sturmleinen spannen wir die ein oder andere Nacht. Wir benötigen also nicht alle Sturmleinen. Aber das Gefühl, die Lautstärke des Windes wenn es am Tipi rüttelt, sind sofort behoben.

 

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Es ist immer wieder toll, Tag für Tag, wie schnell der Aufbau, Boden einhängen, Feldbetten und Schlafsäcke ins Tipi funktioniert und den Urlaub zu einem besonderen Erlebnis machen. Es bleibt viel mehr Zeit, draußen zu sitzen, zu kochen, die Zeit zu genießen, Steine sammeln, Feuer machen (wenn es die Region in Schweden denn erlaubt, da bitte immer darauf achten und Infos einholen zum Thema Feuermachen im Wald in Schweden).

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Auch wenn kleine Stechtiere wie Mücken, Knotts oder Bremsen tägliche Begleiter sind, im Tipi bleiben wir gut verschont. Die Tierchen sammeln sich oben in der Spitze und können mit dem kurzen Öffnen der Mückensetzes oben schnell rausgelassen werden.

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Wir haben insgesamt 19 Tage hier in Schweden zur Verfügung und nutzen die Zeit. Alle auf unserem Weg befindlichen Wasserfälle werden wir besuchen und anschauen. Soweit es geht nutzen wir das Jedersmannsrecht in Schweden und schlafen 1 Nacht im Wald oder in der Nähe von Forstwegen.

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Wir besuchen zwischen Arvidsjaur und Moskosel eine tolle Quelle mit türkisem Wasser ( welches 6 Grad kalt ist). Wir gehen über die Hängebrücke am Wasserfall und sind gerade auf solchen Ausflügen fast die einzigen Menschen, die zu Fuß unterwegs sind. Für ein schnelles Bild aus dem Auto und so dicht wie möglich an den Fluss heranfahren reicht es bei den meisten Touris dann auch schon.

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Uns fällt auf, dass mehr Wohnmobile als Wohnwagen in Schweden unterwegs sind, was auch die Schweden selbst bestätigen. Meist sind wir mit 2-3 Zelten die einzigen Zelte, die unterwegs sind. Was sehr schade ist. Das Erlebnis einfach "fast" draußen zu schlafen, die Spitze des Tipis nachts zu öffnen und in den Himmel zu schauen (sofern es denn dunkler wird) ist doch einfach herrlich. Selbst hier oben im Norden ist die ein odere andere Nacht so warm, dass wir nur auf dem Schlafsack schlafen können, das hatten wir selten in den letzten 20 Jahren.

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Die Schweden machen gerne Loppis, eine Art Flohmarkt in der Scheune oder Schuppen (und die Schweden haben viele Schuppen). Somit ergattern wir auch din diesem Jahr den ein odere anderen alten Kocher, alte Kosas oder Holzgegenstände die in Handarbeit gefertigt sind.

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Auf dem Rückweg suchen wir uns bewusst andere Wege und Schlafplätze aus. Hier merken wir, es wird recht schnell dunkler am Abend und kühler in der Nacht, auch sind Richtung Mora wieder viel mehr Menschen unterwegs. Das Wetter auf der Rücksreise schlägt dann auch um und der ein odere andere Schaue oder Nieselregen begleiten uns.

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Was aber dem nordischen Tipi von Tentipi nichts ausmacht, es kann gut ein paar Tage feucht eingepackt werden und wir liegen trotzdem im Trocknen, es regnet nicht durch.

 

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Am vorletzten Tag besuchen wir dann noch das Tentipi Werk in Sunne, bevor es einen Tag später nach Göteborg auf die Fähre Richtung Kiel geht.  


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