Freitag, 19.04.2023 Beratungstag für nordische Tipis von Tentipi von 11-16 Uhr vor Ort in Lübeck bei uns, kommt vorbei!

Klingenformen – welche gibt es und wofür sind sie am besten geeignet?

Ohne die passende Klinge, kein Messer. Die Messerklinge ist wohl der wichtigste Teil, denn sie macht das Messer erst zu dem, was es ist und nur mit ihr können wir schneiden und arbeiten.

Es gibt viele verschiedene Klingenformen und diese sind je nach Beschaffenheit für unterschiedliche Aktionen oder Arbeiten geeignet.

Wir stellen euch in einer kurzen Übersicht die verschiedenen Formen vor und erklären euch, wofür sie am besten genutzt werden können. Natürlich nennen wir euch auch Beispiele aus unserem Shop dazu, damit ihr gleich wisst, welche Messerklinge die Richtige für euer Vorhaben ist.

1. Normalform

Der Rücken der Klinge sowie die Schneide sind bei der Normalform gerade. Der Klingenbauch ist rund. Diese Klinge ist eine Allzweckklinge, die vielfältig einsetzbar ist. Die typischen scandinavischen Klingen haben diese Normalform und sind dort tägliche Begleiter und Arbeitsmesser. 
Beispiel Shop: Messerklinge nanus 95 carbon, Artikel-Nr: NBKC95

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2. Drop Point

Die Drop-Point-Klinge hat nicht wie die Normalform einen geraden Rücken, sondern ist leicht konvex geformt. Dadurch erleichtert sich die Handhabung der Spitze. Die Messerspitze ist robust und massiv. Sie bietet aufgrund des robusten Messerbauches zudem sehr gute Ergebnisse beim Schneiden. Diese Klingenform ist vor allem bei Jagdmessern sehr beliebt. Von diesen Klingenformen werden unzählige Varianten hergestellt und das Einsatzgebiet erstreckt sich daher quer durch alle Bereiche.
Beispiel Shop: Helle Turman, Artikel Nr: HELKB51

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3. Clip Point

Bei dieser Klingenform ist der Klingenrücken leicht konkav und die falsche Schneide ist an der Klingenspitze angeschliffen. Wie man sieht, ist diese Schneide leicht abfallend zur Klingenspitze. Durch diese abfallende falsche Schneide ist das Messer besonders gut handhabbar und in der Führung zu kontrollieren. Das Bowie Messer ist eine ausgeprägtere Form des Clippoint. Traditionelle Bowiemesserklingen werden immer noch in Sheffield in England hergestellt uns sind gute Einsatzmesser und Allzweckmesser.
Beispiel Shop: Sheffield Bowie-Klinge 7, Artikel Nr. SHBB7

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4. Dolch

Die Dolchklinge ist symmetrisch aufgebaut, das heißt, der Klingenrücke hat genau die selbe Form wie der Klingenbauch. Dadurch liegt die Spitze direkt in der Mitte zwischen Rücken und Bauch. Bei der Dolchklinge sind beide Seiten leicht geschliffen und der Bauch der Klinge ist relativ klein. Diese Klingenform ist vor allem für das Eindringen in weiches Material geeignet. Sie wird häufig für Kampfmesser eingesetzt.

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5. Utility

Diese Klingenform ist eine kleine Abwandlung der Dolchklinge. Der Unterschied zur Dolchklinge besteht darin, dass hier nur der vordere Bereich beider Klingen scharf bzw. geschliffen ist. Ansonsten ist nur der Klingenbauch komplett geschliffen. Sie ist dadurch eine etwas abgemilderte Form der Dolchklinge. Die Utility Klinge kann sogar als Schneidewerkzeug benutzt werden, da durch den hinteren, stumpfen Klingenrücken die Möglichkeit zur Druckausübung besteht. Sie wird sowohl für Kampfmesser, als auch für Abfangmesser genutzt.

6. Skinner

Diese Klingenform ist besonders bei Jägern beliebt, da sie sich hervorragend für das Häuten von Wild eignet. Durch die konvexe Form der Klinge, ist der der Klingenbauch besonders groß. Die Spitze liegt hier oberhalb des Klingenrückens, dadurch ist diese Klingenform nicht zum Stechen geeignet.

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7. Tanto

Bei dieser Klingenform ist der Bauch leicht geschwungen und der Rücken entweder komplett gerade, oder nach außen oder innen gekrümmt. Die Klingenspitze befindet sich auf dem Klingenrücken. Diese Klingenform eignet sich, dank der robusten Spitze, vor allem für Stichwaffen. 


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8. American Tanto

So wie bei der anderen (japanischen) Tanto Klinge, ist auch hier der Klingenrücken gerade und die Spitze befindet sich auf dem Klingenrücken. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass der Bauch nicht rund, sondern ebenfalls gerade ist und aus zwei Schneiden besteht. Dadurch hat sie auch eine zweite Spitze, die sich unten am Schnittpunkt der beiden Schneiden befindet. Auch diese Klingenform ist den Stichwaffen zuzuordnen.

9. Sheepfoot

Diese Klinge besitzt keinen Bauch, sondern hat eine untere, gerade Schneide. Der Klingenrücken ist hingegen leicht abgerundet, wie bei einem Klingenbauch. Die Spitze dieser Klingenform befindet sich am Ende der geraden Schneide. Dadurch, dass die Spitze soweit heruntergezogen ist, lässt sich mit dieser Klingenform besonders präzise schneiden. Oftmals wird diese Klinge für Seglermesser eingesetzt.

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10. Up Swept Point

Bei dieser Klingenform befindet sich die Spitze über dem Klingenrücken, sie liegt also deutlich höher. Diese Klinge hat dadurch einen langen Bauch. Sie eignet sich besonders gut zum Häuten und ist daher ebenfalls bei Jagdmessern beliebt.

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11. Recurve

Die Besonderheit dieser Klingenform besteht in der konkaven Einbuchtung in der Schneide, die sich im Klingenbauch befindet. Daher kann man mit dieser Klingenform rundes Material besonders gut schneiden. Diese Klingenform kann aber nicht mit einem Standard Schleifstein geschärft werden.

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12. Hohlkehle

Die Hohlkehle, oder auch Blutrinne genannt, bezeichnet die Einbuchtung oberhalb der Klinge, die wie eine Rinne aussieht. Besonders bei Jagdmessern ist diese Hohlkehlen-Klinge gerne gesehen.

Beispiel Shop: Messerklinge Roselli Hunter, Artikel Nr. ROS100B

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